Megaupload-Affäre: Diverse Sharehoster geben auf

23 01 2012

Verschiedene Webseiten zum Teilen von Dateien schränken ihre Dienste nach der Megaupload-Razzia ein. Die Ursache ist anscheinend die Angst vor rechtlichen Konsequenzen.

Am 19. Januar 2012 ging die Webseite Megaupload offline: Die US-Justizbehörde legte den Filehoster still, Neuseelands Polizei nahm auf Anfrage des FBI vier der sechs Betreiber fest. Jetzt üben andere Sharehoster-Webseiten vorsorglich eine Art Selbstzensur und stellen ihre Dienste teilweise ein. Damit wollen sie wohl ähnlichen rechtlichen Schritten gegen sich selbst zuvorkommen.

Uploaded.to offline, Filesonic eingeschränkt
Bereits einen Tag nach der Razzia gegen Megaupload sperrte Uploaded.to seine Internetseite für Nutzer aus den USA. Filesonic und Fileserve sind zwar noch erreichbar, jedoch ist die Funktion zum Teilen von Uploads deaktiviert: Nutzer haben nur noch zu den Daten Zugang, die sie selbst hochgeladen haben. Beide Dienste stellten darüber hinaus den Teil ihres Angebots ein, der Nutzern Geld auszahlt, wenn sie besonders beliebte Dateien hochladen. Megaupload betrieb bis Juli 2011 ein ähnliches Programm, das nun einen der Hauptanklagepunkte gegen das Unternehmen darstellt.

Diverse Anbieter folgen
Die Webseite Torrentfreak meldet, dass es aber nicht bei der Deaktivierung einiger Funktionen der Webseiten bleibt: die Daten mancher Benutzer würden massenweise gelöscht und sogar ganze Benutzer-Konten seien gesperrt worden. Viele große Filehosting-Anbieter schränken ihr Angebot und damit ihre Nutzer mittlerweile ein. Dies gilt für Videobb, Videozer, Filejungle, Uploadstation, Filepost, Uploadbox, x7.to und 4shared. Torrentfreak schreibt außerdem, dass PayPal auf Anfrage Nutzern Geld zurückerstattet, das sie am Wochenende 21./22. Januar 2012 an Filesonic überwiesen hatten.

Megaupload unseriös?
In einem Interview mit der Webseite Venture Beat zeigt sich Derek Labian, CEO von MediaFire – ein Dienst ähnlich den zuvor genannten Filehostern –, unbesorgt bezüglich seines Angebots. Er kritisiert das Geschäftsmodell von Megaupload als „unseriös“: „Megaupload verdiente Unmengen an Geld mit einem lächerlich schlechten Angebot“, so Labian. Weiter sagte er, dass sein Unternehmen nicht wie Megaupload auf Urheberrechtsverletzungen aufgebaut sei. Wie viele andere Cloud-Dienste sei MediaFire eine legitime Firma, die auf professionelle Kunden ziele. Dennoch wird auch diese Webseite häufig zum Teilen von urheberrechtlich geschütztem Material verwendet.

Quelle

Tja, sieht fast so aus als sei das Ende der Sharehoster angebrochen.

 

Advertisements

Aktionen

Information

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: